Schüler Union fordert stärkere Beteiligung von Schülern und Eltern bei der Umstellung laufender Jahrgänge auf G9

Die Schüler Union Darmstadt und Darmstadt-Dieburg (SU) sieht den Prozess der Umstellung bereits laufender Jahrgänge auf G9 im Landkreis Darmstadt-Dieburg kritisch und fordert, dass Schüler und Eltern in einem früheren Stadium des Prozesses mit einbezogen werden.

Hierzu die Kreisvorsitzende der SU, Jana Lautenschläger: „Die Regelung der hessischen Landesregierung, Schulen selbst entscheiden zu lassen, ob sie G8 oder G9 bevorzugen, war bereits ein Schritt in die richtige Richtung zu mehr Teilhabe von Schülern und Eltern am Entscheidungsprozess. Dass Eltern und Schüler allerdings erst ein Mitspracherecht haben, sobald die Lehrer eine Vorentscheidung getroffen haben, schadet dem gesamten Prozess und der Akzeptanz in der Eltern- und Schülerschaft.“
So bieten nur drei weiterführende Schulen im Landkreis G9 nach den Sommerferien auch für laufende Jahrgänge an, obwohl von Seiten der Eltern die Forderung nach mehr Schulen, deren laufende Jahrgänge zu G9 zurückkehren sollen, besteht. „Auch wenn an jeder Schule andere Rahmenbedingungen herrschen, die den Aufwand für eine Rückkehr bereits bestehender Jahrgänge steigern oder einen Umstieg unmöglich machen, ist es wichtig, den Prozess nicht mit einem Votum der Lehrerschaft zu beenden. Eltern und Schülern muss hierbei ein Mitspracherecht eingeräumt werden. Dieses würde nicht nur unter Umständen den Ausgang beeinflussen, sondern auch die Akzeptanz bei Schülern und Eltern steigern, selbst falls nicht das gewünschte Ergebnis erzielt wird, da die Entscheidung so transparent und unter Einbezug von zwei wichtigen Gruppen für den „Schulfrieden“ getroffen wird“, so der Kreisgeschäftsführer, Jannis Tippmann, abschließend.