1. Schüler Union beschäftigt sich mit der Verbesserung von G8

    Auf ihrer Basiskonferenz in Wiesbaden hat die Schüler Union, Hessens größte politische Schülerorganisation, ein Papier zur gegenwärtigen Situation von G8 beschlossen, das sich mit einer Verbesserung des Niveaus und des Images der achtjährigen Gymnasialzeit beschäftigt.

    Der Anstoß dazu kam daher, dass in den letzten Jahren immer weniger Kinder auf Gymnasien mit G8 geschickt wurden und viele Schulen wieder auf die 9 jährige Gymnasialzeit umstellen.

    Dazu äußerte sich der Landesvorsitzende Lars von Borstel: „Die Entwicklung, dass immer weniger Eltern ihre Kinder auf G8 Schulen schicken ist eine negative, die einerseits aus qualitativen Mängeln und einem Imageverlust des 12 jährigen Abiturs resultiert. Beides muss so schnell wie möglich behoben werden.“

    Das vor kurzem beschlossene Papier hat es zum Ziel, mit G8 zusammenhängende Problematiken zu lösen und das Gesamtkonstrukt effizienter, qualitativer und schülerfreundlicher wird.

    Deshalb wird unter anderem eine deutliche Entschlackung der Lehrpläne bei für das Abitur nicht relevanten Inhalten, eine erhebliche Verbesserung des Nachmittagsangebotes und eine stärkere Rücksichtnahme auf die Freizeitaktivitäten der Schüler, die für die Persönlichkeitsbildung unerlässlich sind, gefordert. Zudem sollten Fächer, die von den Schülern völliges Ausschöpfen ihrer Konzentrationsfähigkeit, wie z.B. Mathematik und Naturwissenschaften nicht in die Nachmittagsstunden gelegt werden, da die Gefahr, dass aufgrund von müden, nicht mehr leistungsfähigen Schülern und Lehrern wertvolles Wissen auf der Strecke bleibt und Lernzeit unnötig verschenkt wird, zu groß ist.

    „Die Diskussion, was G8 anbetrifft, darf nicht mehr darüber geführt werden, ob G8 abzuschaffen, oder beizubehalten ist. Sie muss darüber geführt werden, wie es möglich ist, G8 zu optimieren und jegliche noch vorhandenen Probleme zu beseitigen. Wir haben mit diesem Papier einen nicht unerheblichen Beitrag dazu geleistet und hoffen, dass unsere Forderungen diesbezüglich von der Politik aufgenommen werden.“, so Lars von Borstel abschließend.

  2. Mehr Transparenz in der Schülervertretung

    Schüler Union fordert Direktwahl der Kreis-und Landesschülervertretungen

    Die Schüler Union Deutschlands übt scharfe Kritik am Wahlsystem der Schülervertretungen. In den meisten Bundesländern wählt der Schülerrat einer Schule Delegierte für die Kreis-oder Stadtschülervertretung und diese wiederum Delegierte für die Landesschülervertretung.

    „Dieses verschachtelte Verfahren ist für die Schülerinnen und Schüler an den Schulen undurchsichtig. Mit dem momentanen Wahlsystem wurde ein System geschaffen, das sich selber vertritt –nicht die Schüler.“, stellt Lutz Kiesewetter, Bundesvorsitzender der Schüler Union Deutschlands fest.

    In länderübergreifenden Gesprächen hat sich die Schüler Union mit den Problemen in der Schülervertretung auseinandergesetzt. Stellvertretend hierfür erklärt der hessische Landesvorsitzende Lars von Borstel:

    „Um die Interessenvertretung der Schüler zu garantieren, müssen die Vertreter aller Ebenen direkt gewählt werden“.

    Die Rätesysteme behindern den Informationsfluss durch alle Ebenen hinweg. Oft kennen die Schüler die Gremien und deren Mitglieder nicht, obwohl diese sie vertreten sollen.

    „Wenn der Großteil der Schüler ihre Vertreter nicht kennt, dann fehlt diesen die Legitimation. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Kreis-und Landesebenenso gut wie nie beschlussfähig sind“, fügt Marc Philipp Janson, Landesvorsitzender aus Rheinland-Pfalz hinzu.

    Der Reformvorschlag der Schüler Union beinhaltet die Direktwahl aller Schülervertreter. Nachdem die Schülervertretungen an den Schulen gewählt wurden, sollen an landesweit zentralen Wahlterminen die Vertreter der Kreis-und Landesschülervertretungen gewählt werden.

    So garantiert man den Schülern maximale Transparenz, direkten Kontakt zu ihren Vertretern und einen leichten Einstieg in die Arbeit der Gremien.

    „Das ist Demokratie zum Anfassen -aktive und dynamische Interessenvertretungen halten unsere Demokratie am Leben. Die Schülerinnen und Schüler müssen an erster Stellestehen!“, fordert Kiesewetter abschließend.